Vor einem weißen Hintergrund ist ein aufgestelltes Rechteck mit schwarzen Linien zu sehen. In schwarzen fetten Buchstaben steht mittig DOMiD. Das Rechteck ist unten links, unter DOMiD, geöffnet; dort steht 01. Das Rechteck ist auch oben rechts, über DOMiD geöffnet, dort ist das Wort Lab zu sehen.

Treffpunkt Museum

Das „Haus der Einwanderungsgesellschaft“ als Ort der Begegnung

Gemeinsam mit Menschen aus Köln-Kalk beschäftigen wir uns im ersten Labor Treffpunkt Museum mit dem Thema „Begegnung(en) in der Migrationsgesellschaft“ und mit der Frage, was eine Ausstellung braucht, um Besucher*innen zu Begegnungen einzuladen.

Die Arbeit im Labor findet in unterschiedlichen Workshops statt. Diese werden von Danielle Kuijten (Heritage Concepting, Amsterdam) zusammen mit den DOMiD-Mitarbeiterinnen Sandra Vacca und Azziza B. Malanda inhaltlich vorbereitet und durchgeführt. Zudem begleitet das Architekt*innen-Kollektiv raumlaborberlin die Workshops. Dieses übernimmt, in Abstimmung mit dem Team, die Gestaltung, das Design und den Bau der Ausstellung.

Menschen aus Köln-Kalk

Im ersten Labor kommen Menschen zusammen, die alle einen Bezug zu dem rechtsrheinischen Kölner Stadtteil Kalk haben. Kalk ist der zukünftige Standort des Migrationsmuseums, das von DOMiD realisiert wird. All jene, die hier leben und/oder arbeiten, haben unterschiedliche Hintergründe sowie (Migrations-)Geschichten und machen Kalk zu einem kreativen, lebendigen und vielseitigen Ort. Die Gruppe der „Menschen aus Köln-Kalk“ ist sehr dynamisch. Das heißt, zu den Workshops kommen immer wieder neue Personen dazu, manche schauen nur einmal vorbei und wieder andere sind bei jedem Treffen anwesend.

Um einen Tisch herum versammelt, stehen insgesamt zehn Personen. Auf dem Tisch ist eine Stadtkarte ausgebreitet.

Teilnehmende bei einem Workshop in Köln-Kalk. Foto: DOMiDLabs

Danielle Kuijten

Abgebildet ist ein Portrait-Foto von Danielle Kuijten in schwarzweiß. Sie trägt die Haare offen und lächelt.

Foto: Danielle Kuijten

Danielle Kuijten lebt und arbeitet in Amsterdam. Sie ist stellvertretende Direktorin und Co-Kuratorin bei Imagine IC, einem pionierhaften Archiv und Museum in Bijlmermeer, einem Viertel im Amsterdamer Stadtteil Zuidoost. Bei Imagine IC hat Danielle Kuijten in der Vergangenheit partizipative Projekte zu den Themen Widerstand, Religion, Geschlecht und Erbe der Sklaverei in der heutigen Gesellschaft realisiert. Zudem ist sie Leiterin des Co-Collection Labs, ein Labor, in dem vielfältigen Fragen im Hinblick auf den Umgang mit Museumssammlungen nachgegangen wird, um so zu gleichberechtigteren und demokratischen Praktiken von kulturellem Erbe zu gelangen. Darüber hinaus ist Danielle Kuijten als Freiberuflerin im Bereich kulturelles Erbe unter dem Namen Heritage Concepting tätig und seit 2019 Präsidentin des internationalen Komitees für Sammeln von ICOM COMCOL.

raumlaborberlin

Seit 1999 arbeitet das raumlaborberlin ausgehend von Berlin an den Schnittstellen von Kultur und Stadtplanung, Installationen, Ausstellungen und temporäre Bauten. Das Architekt*innen-Kollektiv adressiert bei seiner Arbeit Raum, Stadt und Stadtbau als kulturelles Projekt und als Prozess. Schwierige städtische Orte ziehen sie förmlich an. Orte, die zwischen verschiedenen Systemen, Zeitabschnitten oder Planungsideologien aufgerieben wurden und sich nicht anpassen. Orte, die aufgegeben sind, die übrig bleiben aber für die Stadtgestalt eine nicht unerhebliche Relevanz haben. Diese Orte sind ihre Experimentierfelder. Sie bieten ungenutzte Potentiale, die raumlaborberlin zu aktivieren versuchen. Das öffnet neue Perspektiven für alternative Nutzungsmuster, eine gemeinsame Kultur, urbane Diversität und Differenz. In Köln beteiligte sich raumlaborberlin in der Vergangenheit unter anderem an der Ausstellung RESIST! Die Kunst des Widerstands im Rautenstrauch-Joest-Museum sowie an der Zukunftsarbeit der Hallen Kalk.

Abgebildet ist das Logo von raumlaborberlin; die Worte sind schwarz und zusammengeschrieben, dabei ist der Teil raumlabor in fetten Buchstaben. Sie stehen vor einem weißen Hintergrund.